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Zwei neue Karten für die Starter | 27.04.2012
Aufgrund der Tatsache, dass auch im Startbereich disziplinarische Verfehlungen vorkommen können, wurden zur besseren Unterscheidung, ob es sich um eine disziplinarische Massnahme oder um einen effektiven Fehlstart handelt, die neuen Starterkarten eingeführt. Folgende Karten gelangen nun zum Einsatz:
• Schiedsrichterkarten (gelbe und rote Karte): Mit den Schiedsrichterkarten werden Verstösse gegen die Regeln angezeigt und aufgrund der Kartenfarbe disziplinarisch geahndet. Disziplinarische Entscheide gelten pro Disziplin (z.B. 100 m) und werden vom Vorlauf bis in den Final mitgenommen. Das heisst: Wird beim Start eines Vorlaufes eine Verwarnung aus disziplinarischen Gründen ausgesprochen (gelbe Karte), nimmt der betroffene Athlet diese Verwarnung bis in den Final mit. Eine zweite Verwarnung aus disziplinarischen Gründen hat automatisch die rote Karte und damit die Disqualifikation zur Folge.
• Starterkarten (gelb/schwarz, rot/schwarz und grün): Mit den Starterkarten werden Fehlstarts angezeigt und geahndet. Wer einen Fehlstart macht, wird mittels Zeigen der rot/schwarzen Karte disqualifiziert. Mehrkämpfer bekommen nach dem ersten Fehlstart die gelb/schwarze Karte gezeigt (alle Läufer der Serie werden verwarnt, nicht nur der Verursacher des Fehlstarts), ab dem zweiten Fehlstart in der gleichen Serie werden sie ebenfalls mit der rot/schwarzen Karte disqualifiziert.
Wenn ein Läufer nach Meinung des Starters nach dem Kommando «Auf die Plätze» oder «Fertig» andere Läufer in dem Lauf durch Laute oder anderweitig stört, hat der Starter den Start abzubrechen. Der Schiedsrichter soll den Läufer wegen ungebührlichen Verhaltens verwarnen (oder disqualifizieren, wenn dieser die Regel zum zweiten Mal während derselben Veranstaltung verletzt). In diesem Fall oder wenn Fremdeinflüsse als Ursache für den Startabbruch in Betracht kommen oder der Schiedsrichter nicht mit der Entscheidung des Starters einverstanden ist, wird allen Wettkämpfern eine grüne Karte gezeigt, um anzuzeigen, dass von keinem Wettkämpfer ein Fehlstart begangen wurde.
Da der Starter bei Swiss Athletics auch die Rolle des Schiedsrichters Start wahrnimmt, kann er disziplinarische Entscheide mit der gelben respektive der roten Karte wie auch Entscheide bezüglich Fehlstart mit der gelb/schwarzen respektive der rot/schwarzen Karte fällen.
Bezüglich Fehlstart gilt: Es muss sich bei der Aktion des Athleten zwischen dem Zeitpunkt nach Einnahme der vollständigen und endgültigen Startposition und der Reaktion nach Hören des Startschusses eindeutig um einen Start gehandelt haben. Der Wille des Athleten, das Rennen aufzunehmen, muss eindeutig erkennbar sein. Das berühmte «Zucken» stellt keinen Start dar. Es kann disziplinarisch geahndet werden.
Die Internationalen Wettkampfregeln sind auf der Website von Swiss Athletics im Bereich Wettkämpfe, Reglemente aufgeschaltet.
Auszug aus Regel 162 (IWR)
Im Fall eines Fehlstarts verfahren die Startordner wie folgt:
Ausgenommen beim Mehrkampf müssen sie den/die für den Fehlstart verantwortlichen Läufer disqualifizieren, indem sie ihm eine vor ihm hochgehaltene rot/schwarze Karte zeigen und an den jeweiligen Bahnkästen die entsprechende Anzeige aufziehen.
Im Mehrkampf ist/sind im Fall eines ersten Fehlstarts der/die für den Fehlstart verantwortliche/n Läufer durch Zeigen einer vor ihm/ihnen hochgehaltenen gelb/schwarzen Karte zu verwarnen und gleichzeitig ist an den jeweiligen Bahnkästen die entsprechende Anzeige aufzuziehen. Zugleich sind alle anderen Läufer des Laufes von einem oder mehreren Startordnern durch vor ihnen hochgehaltene gelb/schwarze Karten davor zu warnen, dass jeder, der einen weiteren Fehlstart begeht, disqualifiziert wird. Im Fall weiterer Fehlstarts ist/sind der/die für den Fehlstart verantwortliche(n) Läufer zu disqualifizieren und ihm/ihnen eine rot/schwarze Karte zu zeigen und an den jeweiligen Bahnkästen die entsprechende Anzeige aufzuziehen.
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