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EM Barcelona: Junges Team mit viel Frauenpower | 26.07.2010
18 Einzelathleten plus die Sprint-Staffel der Männer nehmen an den morgen Dienstag beginnenden Leichtathletik Europameisterschaften in Barcelona teil. Auffallend ist im Vergleich zu den letzten drei Europameisterschaften der grosse Frauenanteil in der Schweizer Equipe. „Vier Top12-Plätze und die Bestätigung der Selektionsleistung von möglichst vielen Athleten“, lautet die Zielsetzung von Chef Leistungssport Peter Haas.
20 EM-Fahrer hatte sich Peter Haas vor der Saison zum Ziel gesetzt, 22 Schweizer Leichtathletinnen und Leichtathleten wurden letztlich für die Kontinentaltitelkämpfe aufgeboten. Der Chef Leistungssport von Swiss Athletics zeigt sich mit dem bisherigen Saisonverlauf denn auch mehrheitlich zufrieden. „Der Mix zwischen jungen, hoffnungsvollen sowie arrivierten Athleten stimmt“, so sein Fazit. In der Tat sind gleich 7 Schweizer EM-Teilnehmer noch im U23-Alter, darunter mit Hürdensprinterin Lisa Urech und Weitspringerin Irene Pusterla zwei Athletinnen, die durch ihre Top-Resultate an den Schweizer Meisterschaften in Lugano zu Finalkandidatinnen avanciert sind. Weitere 6 Athleten sind zwischen 23 und 25 Jahren jung. Eine starke Aufwärtstendenz ist zudem bei den Frauen sichtbar: 10 Schweizer Athletinnen nehmen in Barcelona teil, vor vier Jahren in Göteborg waren es nur gerade vier, 2002 in München gar nur zwei, 1998 in Budapest nahmen drei Schweizer Frauen an den Europameisterschaften teil.
Vier Top12-Plätze als Ziel
Das grösste Schweizer EM-Team seit 1994 soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf Grund der Vorleistungen absolute Schweizer Spitzenklassierungen, sprich Medaillen, einer Überraschung gleichkämen. Peter Haas erhofft sich in erster Linie, „dass die Athleten ihr Leistungspotential am Zielanlass abrufen können.“ Vor vier Jahren in Göteborg erzielte knapp die Hälfte der Schweizer Athleten eine persönliche Saisonbestleistung – ein Wert, an den keine andere Europäische Nation herangekommen war.
Gelingt ähnliches, dann ist auch die qualitative Zielsetzung von vier Top12-Plätzen realistisch. Zu den aussichtsreichsten Anwärtern auf eine vordere Klassierung gehören neben den Youngsters Urech und Pusterla auch 200-m-Sprinter Marc Schneeberger, die 4x100-m-Staffel der Männer sowie Marathonläufer Viktor Röthlin.
„Zürich 2014“ im Hinterkopf und auf der Brust
Die Schweizer Athleten treten in Barcelona nicht nur mit dem Schriftzug „Zürich 2014“ auf dem Wettkampftrikot auf, ein Grossteil des Teams hat die Heim-EM in vier Jahren im Letzigrund-Stadion bereits im Hinterkopf. 14 der 22 EM-Fahrer sind Mitglieder des speziellen Förderprogramms „Swiss Starters 2014“ und haben bereits ein schriftliches Commitment abgeben, dass sie bis 2014 mit entsprechender Konsequenz ihre Leichtathletik-Karriere voran treiben werden.
„Barcelona ist für uns eine wichtige Zwischenetappe im Hinblick auf die Heim-EM in vier Jahren“, sagt Peter Haas. Die erfreuliche Entwicklung der jungen Athleten zeigt, dass die Richtung stimmt. „Allerdings sind wir uns bewusst, dass noch ein weiter und anspruchsvoller Weg bevorsteht, wenn wir unsere hohen Ziele bis in vier Jahren erreichen wollen.“
Simon Walter trägt die Fahne, Auftakt am Dienstag
Eröffnet wird die EM in Barcelona am Montag Abend mit einer Feier im Stadtzentrum. Zehnkämpfer Simon Walter trägt dabei die Schweizer Fahne. Wettkampfmässig beginnt das Schweizer EM-Abenteuer mit der Weitsprung-Qualifikation von Irene Pusterla am Dienstag um 12:30 Uhr.
Link zu den Startlisten vom Dienstag
EM-Zeitplan mit allen Schweizer Einsätzen
Das Schweizer EM-Team
Ausschnitte aus der Medienkonferenz (Alexander Martinez, Irene Pusterla, Christian Belz)




Kommentare
Ich fände es gut wenn du Beispiele genannt hättest, dann könnte man vielleicht mit dir die Meinung teilen über die Athleten, aber ich denke eher nicht, schliesslich haben alle Selektionierten die Limite erreicht. Wer die Limite nicht erreicht, ist wohl noch nicht gut genug für eine EM! So einfach ist das...
Ausserdem: Wenn du rundum die Uhr Zeit hast EM zu schauen, weshalb bist du nicht einfach mit gereist?! =)
Wobei ja gesagt werden darf es schon erstaunt warum Leute mitgenommen werden die weit unter der Weltspitze nichts erreichen werden und andere Leute nicht selektioniert werden.
Aber hey, die in Bern werden es schon wissen. Das Lobbyistengetue findet man ja überall ob jetzt hier im kleinen still oder beim SLF.