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Kariem Hussein muss auf Olympiastart verzichten | 02.08.2012
(fre/Si) Trotz der in London (Gb) eingeleiteten intensiven medizinischen Massnahmen spürte Hussein immer noch starke Schmerzen. Nach einem Abschlusstraining am Donnerstagvormittag entschied sich der zweifache Schweizer Meister, seinen Olympiastart abzusagen.
Die Schmerzen waren zu gross für den Langhürdler, der erst seit drei Jahren ernsthaft Leichtathletik betreibt und der sich diese Saison kometenhaft verbessert hat. "Ich bin enttäuscht, leer, traurig", sagte Hussein. Seine Karriere, die erst in Schwung gekommen ist, will das grosse Hürdentalent fortsetzen. "International möchte ich einmal vorne mitmischen können", erklärte er in London. Bereits bei den EM im Juni in Helsinki hatte er mit blendender Technik verblüfft.
Nummer 5 in der Schweizer Allzeit-Bestenliste
Kariem Hussein, der an der Schweizer Meisterschaft am 7. Juli in Bern mit 49,61 Sekunden eine klare persönliche Bestleistung aufstellte und nun der fünftschnellste Schweizer aller Zeiten über diese Distanz ist, wird eine mehrwöchige Pause einlegen, um diese Verletzung vollständig auszukurieren.
Dr. Kerstin Warnke, die Schweizer Olympia-Chefärztin, erklärte, der Schmerz im Knochen könne auch mit Medikamenten nicht ausgeschaltet werden. Die Verletzung sei zwar im Anfangsstadium entdeckt worden, hat aber nicht rechtzeitig ausheilen können. Der Abschlusstest unter Belastung ergab bei jedem Schlag zu starke Schmerzen. "Wir haben bis im letzten Moment alles versucht, aber die Zeit reichte nicht mehr", sagte Leistungssport-Chef Peter Haas.
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