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Maja Neuenschwander erfüllt Olympialimite | 22.04.2012
Was für ein Rennen: Trotz Regen und Wind gelang Maja Neuenschwander am Zürichsee ein regelmässiger Lauf. Die Streckenhälfte passierte sie in 1:15:12 Stunden. Das Ziel erreichte sie in 2:31:56 Stunden. Im Wissen, dass sie die Olympialimite von Swiss Olympic und Swiss Athletics (2:33) um mehr als eine Minute unterboten hatte, riss sie ihre Arme jubelnd nach oben und wurde schon wenige Meter hinter der Ziellinie von Gratulanten umlagert. Für die 32-jährige Bernerin, die von der ehemaligen Spitzenläuferin Sandra Gasser trainiert wird, ist dies der grösste Erfolg in ihrer bisherigen Karriere.
„Ich merkte, dass wir schnell unterwegs waren. Mit den Kilometerzeiten lag ich im Soll. Ich war mir jedoch bewusst, dass in einem solchen Rennen immer noch etwas passieren kann. Fertig ist immer erst auf der Ziellinie“, beschrieb die nun zweifache Schweizer Meisterin (2008 und 2012) ihr Rennen. Auf dem Weg zu ihrer persönlichen Bestzeit (bisher 2:33:45 Stunden, gelaufen 2011 in Berlin) wurde sie vom Publikum lautstark unterstützt. „Diesen Support zu spüren, war ein phantastisches Gefühl“, so die Zweite der Tages-Gesamtwertung.
SMS von Viktor Röthlin
Der Olympiamarathon in London findet am Sonntag, 5. August, statt. Bei den Männern hat bisher Viktor Röthlin (STV Alpnach) die Limite erfüllt. Der Europameister schickte Maja Neuenschwander zwei Tage vor dem Zürich Marathon ein SMS, um ihr viel Erfolg zu wünschen. Eine schöne Geste, die ihre Wirkung nicht verfehlt hat!
Das Schweizer Fernsehen wird am Sonntagabend in der Sendung Sportpanorama einen Beitrag über Maja Neuenschwander ausstrahlen. Link
Erster Titel für Christian Kreienbühl
Bei den Männern holte Christian Kreienbühl (TV Oerlikon) seinen ersten Schweizer-Meister-Titel. Ein tolles Gefühl für den 31-Jährigen, der letztes Jahr viermal SM-Silber gewann. Nachdem er lange zusammen mit Patrick Wieser gelaufen war, distanzierte er diesen auf den letzten knapp zehn Kilometern und siegte souverän in 2:19:37 Stunden. Damit blieb er unter der von ihm angepeilten Marke von 2:20 Stunden.
„Angesichts der äusseren Bedingungen bin ich mit meiner Zeit sehr, sehr zufrieden“, sagte Kreienbühl, der Nachfolger des viermaligen Schweizer Meisters Tarcis Ançay. „Auf der Zielgerade realisierte ich, dass ich noch eine Minute Reserve habe. Da war ich richtig erleichtert.“
Über seinen Titel freute er sich gleichermassen wie über seine Zeit. „Beides ist schön. Dass ich nach viermal Silber nun Gold gewonnen habe, ist genial.“
Zürich. Schweizer Marathon-Meisterschaften. Männer: 1. Franklin Chepkwony (Ken) 2:10:57. 2. Kipkichir Kemboi Shadrack (Ken) 2:11:10. 3. Hailu Begashaw (Ken) 2:11:13. – Ferner: 11 (1. SM). Christian Kreienbühl (TV Oerlikon) 2:19:37. 12 (2. SM). Patrick Wieser (Aadorf) 2:20:36. 16 (3. SM). Adrian Marti (Rapperswil SG) 2:29:52.
Frauen: 1. Workenesh Tola (Äth) 2:31:23. 2 (1. SM). Maja Neuenschwander (ST Bern) 2:31:56. 3. Sheni Tigist Abdi (Äth) 2:34:39. 4 (2. SM). Jasmin Nunige (Davos Platz) 2:44:29. 5. Olivia Kurtz (LC Meilen) 2:50:12.
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