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Platz 7: Schweizer Team brilliert an der Team-EM | 19.06.2011

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urech_lisa_barcelona_hfWas für ein tolles Resultat: Die Schweizer Leichtathletik-Nationalmannschaft hat an der Team-EM in der First League in Izmir (Tür) den glänzenden 7. Platz erreicht.

Ausgangslage:
Nach den 21 Wettkämpfen vom Samstag belegt das Schweizer Team mit 129 Punkten den tollen 8. Platz. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze (11 und 12) beträgt mehr als 30 Punkte. Die Teamleitung warnt vor verfrühter Euphorie. Das Ziel, in der First League zu bleiben, damit sich die Schweiz in dieser Leistungsklasse mit Europas Nationen 13 bis 24 etablieren kann, erfordert noch ein hartes Stück Arbeit.

So erging es den Schweizer Männern:
200 m: Nach dem Sieg mit der Sprintstaffel am Samstag muss sich Alex Wilson (LAS Old Boys Basel) bei seinem Einzelstart mit Platz 7 zufrieden geben. Mit 20,88 Sekunden kommt er nicht an seine Saisonbestzeit (20,51) heran, bleibt aber einmal mehr unter der Limite für die U23-EM.

800 m: Das Feld geht das Rennen über zwei Bahnrunden zurückhaltend an. Mario Bächtiger (STV Eschenbach) liegt vorübergehend an dritter Stelle, muss sich aber am Ende mit 1:52,59 Minuten und Platz 10 begnügen.

3000 m: Marco Kern (LC Schaffhausen) kämpft seinen Möglichkeiten entsprechend. Mit 8:16,29 Minuten läuft er auf Rang 8.

3000 m Steeple: Johannes Morgenthaler zeigt in der türkischen Hitze ein starkes Rennen. Mit 9:06,21 Minuten wird er Siebter und verliert nur gerade 22 Hundertstel auf seine eigene Schweizer Saisonbestzeit.

110 m Hürden: Tobias Furer (LK Zug) gelingt ein sauberer Lauf. In 13,96 Sekunden gewinnt er die erste Serie, stellt eine persönliche Bestleistung auf und wird Gesamt-Sechster. Die Universiade-Limite verfehlt er um einen Hundertstel.

Stab: Wie am Samstag die Frauen haben am Sonntag auch die Männer Mühe – gleich vier verzeichnen einen Nuller. Patrick Schütz (LV Winterthur) wird mit 4,80 m Fünfter. Auf 5,00 m reisst er dreimal.

Drei: Alexander Martinez (LC Zürich) bleibt über einen halben Meter hinter seiner Saisonbestleistung. Mit 15,47 m wird er Vierter.

Diskus: Lukas Jost (STV Wangen) gelingt der Wettkampf nicht nach Wunsch. Mit 48,07 m bleibt die erhoffte Verbesserung der Saisonbestleistung von 50,72 m aus und er wird Zwölfter.

Speer: Stefan Müller (LV Winterthur) wirft den 800 Gramm schweren Speer 72,62 m weit. Damit wird er Sechster.

4x400 m: Philipp Weissenberger, Marc Schneeberger, Silvan Lutz und Hugo Santacruz laufen im abschliessenden Staffelrennen in 3:11,09 Minuten auf den 9. Platz.

So erging es den Schweizer Frauen:
200 m: Der Mehrkämpferin Lea Sprunger (COVA Nyon) – am Samstag schon mit der Sprintstaffel erfolgreich im Einsatz – gelingt die Bestätigung ihrer erfreulichen Form: Mit 23,91 Sekunden wird sie Gesamt-Achte und bleibt nur einen Zehntel über ihrer Saisonbestleistung.

1500 m: Valérie Lehmann (TV Bösingen) kann auf der Zielgeraden noch Kräfte frei machen. Dank eines starken Schlussspurts schiebt sie sich auf Platz 5 vor. Ihre Zeit: 4:27,22 Minuten.

5000 m: Glänzender Auftritt von Livia Burri (GG Bern): In 16:27,41 Minuten wird sie Sechste. Kommende Woche wird sie in Schweden einen Angriff auf die Universiade-Limite über diese Distanz (16:10,00) starten. Zu dieser Marke fehlen ihr etwas mehr als fünf Sekunden.

100 m Hürden: Lisa Urech (SK Langnau) liefert einen neuerlichen Beweis ihrer starken Form ab. Hinter der Norwegerin Christina Vukicevic (12,87) wird sie mit 12,90 Sekunden Zweite. Damit erfüllt Urech (Saisonbestzeit 12,84) erneut die WM-Limite.

Weit: Irene Pusterla (Vigor Ligornetto) liegt nach drei Versuchen mit 6,50 m an der Spitze. Im vierten und Letzten Versuch springt auch die Rumänin Viorica Tigau 6,50 m. Der schlechtere zweitbeste Versuch (6,44 gegenüber 6,48 m) entscheidet zuungunsten der Schweizerin.

Hoch: 1,75 m, 1,80 m und 1,85 m überquert Beatrice Lundmark (GAB Bellinzona) im ersten Anlauf. Auf 1,89 m scheitert sie knapp. Dass sie mit 1,85 m eine Schweizer Saisonbestleistung aufstellt, ist für sie nur ein kleiner Trost.

Kugel: Ana Zogivic (LAS Old Boys Basel) stellt mit 14,79 m eine Schweizer Saisonbestleistung auf. Damit erreicht sie den starken 4. Platz.

Hammer: Sechs Tage nach ihrem Schweizer Rekord in Basel (59,98 m) erfüllt sich die Hoffnung von Nicole Zihlmann (LC Luzern), erstmals die 60-m-Marke zu knacken, nicht. Im dritten Versuch wirft sie 57,83 m und wird Neunte.

4x400 m: Nora Farrag, Ellen Sprunger, Ursula Keller und Angela Klingler werden in 3:38,33 Minuten Fünfte in ihrer Serie und Gesamt-Neunte.

Fazit:
Die Delegation von Swiss Athletics kann als Aufsteiger des letzten Jahres mit dem Erreichten mehr als zufrieden sein. Am ersten Tag legten die Schweizer Athletinnen und Athleten den Grundstein zu dieser grossartigen Klassierung und holten mehr als 30 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze heraus. Am zweiten Wettkampftag liefen sie nie Gefahr, in der Rangliste noch zurückzufallen und beendete die Team-EM auf dem tollen 7. Platz. Nach 40 Entscheidungen totalisierten sie 251,5 Punkte.

Die Leistungssport-Verantwortlichen von Swiss Athletics haben sich zum Ziel gesetzt, dass sich die Schweiz langfristig in dieser Liga etablieren kann. Mit den am Wochenende demonstrierten Leistungen zeigten gerade auch die Jungen und die Neulinge, dass das Schweizer Team hierfür auf einem guten Weg ist.

Die Bestätigung der WM-Limite für die 4x100-m-Staffel der Männer (39,20) und die Universiade-Limite für die Langhürdlerin Valentine Arrieta (57,37 Sekunden) waren zwei Höhepunkte, die aus der starken Teamleistung herausragten. Lisa Urech (100 m Hürden) unterbot in 12,90 Sekunden zum wiederholten Mal die WM-Limite. Hinzu kommen vier Schweizer Saisonbestleistungen durch Arrieta, Elisabeth Graf (51,83 m im Diskuswerfen), Ana Zogovic (14,79 m im Kugelstossen) und Beatrice Lundmark (1,85 m im Hochsprung).

Izmir (Tür). Team-Europameisterschaft.
First League (Nationen auf den Plätzen 13 bis 24). Schlussstand (nach 40 Entscheidungen): 1. Türkei 329. 2. Griechenland 307,5. 3. Norwegen 290. 4. Rumänien 282,5. 5. Holland 278. 6. Ungarn 265. 7. Schweiz 251,5. 8. Finnland 248. 9. Belgien 245,5. 10. Irland 224,5. 11. Slowenien 200,5. 12. Kroatien 178.

Männer:
200 m (RW 0,4 m/s): 1. Jaysuma Saidy Ndure (No) 20,32. – Ferner: 7. Alex Wilson (LAS Old Boys Basel) 20,88.

800 m: 1. Tamas Kazi (Un) 1:50,76. – Ferner: 10. Mario Bächtiger (STV Eschenbach) 1:52,59.

3000 m: 1. Kemal Koyuncu (Tür) 8:10,69. – Ferner: 8. Marco Kern (LC Schaffhausen) 8:16,29.

3000 m Steeple: 1. Halil Akkas (Tür) 8:45,01. – Ferner: 7. Johannes Morgenthaler (GG Bern) 9:06,21.

110 m Hürden (GW 1,2 m/s): 1. Gregory Sedoc (Ho) 13,39. – Ferner: 6. Tobias Furer (LK Zug) 13,96 (GW 0,3 m/s).

Stab: 1. Konstadinos Filippidis (Grie) 5,40. – Ferner: 5. Patrick Schütz (LV Winterthur) 4,80.

Drei: 1. Roman Oprea (Rum) 16,83. – Ferner: 4. Alexander Martinez (LC Zürich) 15,47.

Diskus: 1. Robert Fazekas (Un) 62,31. – Ferner: 12. Lukas Jost (STV Wangen) 48,07.

Speer: 1. Ari Mannio (Fi) 81,24. – Ferner: 6. Stefan Müller (LV Winterthur) 72,62.

4x400 m: 1. Belgien 3:01,59. – Ferner: 9. Schweiz (Philipp Weissenberger, Marc Schneeberger, Silvan Lutz, Hugo Santacruz) 3:11,09.

Frauen
200 m (GW 0,7 m/s): 1. Jamile Samuel (Ho) 23,28. – Ferner: 8. Lea Sprunger (COVA Nyon) 23,91.

1500 m: 1. Ingvill Makestad Bovim (No) 4:25,92. – Ferner: 5. Valérie Lehmann (TV Bösingen) 4:27,22.

5000 m: 1. Alemitu Bekele (Tür) 15:37,15. – Ferner: 6. Livia Burri (GG Bern) 16:27,41.

100 m Hürden (GW 1,3 m/s): 1. Christina Vukicevic (No) 12,87. 2. Lisa Urech (SK Langnau) 12,90.

Weit: 1. Viorica Tigau (Rum) 6,50. 2. Irene Pusterla (Vigor Ligornetto) 6,50. – Der bessere zweitbeste Versuch entscheidet zugunsten von Tigau (6,48 gegenüber 6,44).

Hoch: 1. Ana Simic (Kro) 1,92. – Ferner: 5. Beatrice Lundmark (GAB Bellinzona) 1,85 (SB).

Kugel: 1. Melissa Boekelmann (Ho) 17,62. – Ferner: 4. Ana Zogovic (LAS Old Boys Basel) 14,79 (SB).

Hammer: 1. Bianca Perie (Rum) 70,37. – Ferner: 9. Nicole Zihlmann (LC Luzern) 57,83.

4x400 m: 1. Türkei 3:29,40. – Ferner: 9. Schweiz (Nora Farrag, Ellen Sprunger, Ursula Keller und Angela Klingler) 3:38,33.

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