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Krönender Abschluss: Schweizer Junioren-Staffel sprintet auf den 4. Platz! | 22.07.2007
In 40,82 kamen die Junioren zwar nicht ganz an ihre Saisonbestzeit von 40,72 heran, bestätigten aber ihre Vorlaufzeit (40,80) vom Samstag. „Die Zeit ist zweitranging, im Final zählt einzig der Rang“, gab Reto Amaru Schenkel nach dem Rennen zu Protokoll. Der Zürcher war am Freitag im 100-m-Einzelfinal bereits Fünfter geworden. In der Staffel übernahm er den Stab an siebter Position und zog seine Mannschaft noch auf Rang vier.
„Das war das Optimum, mehr lag nicht drin“, bilanzierte Staffeltrainer Lucio Di Tizio zufrieden. An der U20-EM vor zwei Jahren in Kaunas (Lit) hatten Schenkel und der Freiburger Startläufer Pascal Mancini die Medaillenplätze trotz Schweizer Rekord (40,33) um 3 Hundertstel verpasst. Inzwischen hat sich das Team zu einer regelrechten „Multikulti-Truppe“ entwickelt. Multikulti deshalb, weil mit Ausnahme des angeschlagenen Jona Schweizers (ST Bern) bei sämtlichen Staffelmitglieder mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt. Pascal Mancini hat italienische, Karim Manaoui marokkanische, Kwasi Asante Ofosu ghanaische und Reto Amaru Schenkel togolesische Wurzeln. Allein, geht es um die Staffel, sind sie zu Hundertprozent Schweizer – „oder noch mehr“, wie Kwasi Asante Ofosu klarstellte.
Juniorinnen mit suboptimalem Wechsel
Der Schweizer U20-Rekord (45,64) von 2003 hätte bei den Frauen arg ins Wanken kommen können. Hätte, doch die Formation „Romandie plus Stefanie Bieli“ vermochte die drittbeste Meldezeit (45,70) nach dem Vorlauf (45,98) auch im Final (46,51) nicht zu unterbieten, zu viele Zehntelsekunden verloren sie bei den Stabübergaben. So resultierte hinter Sieger Grossbritannien (44,52) der 7. Rang vor den disqualifizierten Holländerinnen.
Hengelo (Ho). U20-EM. 4. und letzter Tag. Männer. 4x100 m. Final: 1. Deutschland 39,81. 2. Grossbritannien 39,83. 3. Frankreich 40,21. 4. Schweiz (Pascal Mancini/Karim Manaoui/Kwasi Asante Ofosu/Reto Amaru Schenkel) 40,82.
Frauen. 4x100 m. Final: 1. Grossbritannien 44,52. 2. Ukraine 44,77. 3. Polen 45,32. Ferner: 7. Schweiz (Stefanie Bieli/Valentine Arrieta/Aurélie Humair/Clélia Reuse) 46,51. -- Siebenkampf: 1. Aiga Grabuste (Let) 5920 (100 m Hürden 14,26/Hoch 1,69/Kugel 14,26/200 m 25,01/Weit 6,32/Speer 41,21/800 m 2:21,85). Ferner: 22. Stéphanie Martin (Sz) 4885 (14,66/1,60/10,18/26,63/5,50/33,64/2:26,91). 25. Andrea Burch (Sz) 4982 (14.67/1,57/10,79/26,89/5,43/37,07/2:22,22).
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Positive Schlussbilanz
Von den 21 Schweizer EM-Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfüllten die meisten die Erwartungen. Einige übertrafen sie sogar. Für das herausragende Ereignis sorgte die erst 17-jährige Anna Katharina Schmid (LV Thun) mit 4,25 m und der Bronzemedaille im Stabhochsprung – und das gleich bei ihrem ersten leichtathletischen Grossanlass. Die frühere Kunstturnerin war erst vor drei Jahren zur Leichtathletik gekommen. Seit den U18-Schweizermeisterschaften letzten Herbst hat die Kandidatin für die WM in Osaka (Jap) ihre Bestleistung um 60 Zentimeter auf 4,30 m verbessert. An der alle zwei Jahre stattfindenden U20-EM holte Schmid die erste Medaille im Stabhochsprung seit 1977. Im damals sowjetischen Donyetsk hatte der nachmalige Schweizer Rekordhalter Felix Böhni (LC Zürich) Silber gewonnen.
Weitere Lichtblicke aus Schweizer Sicht bildeten – neben dem 4. und 7. Platz der beiden Staffeln – die drei Einzel-Finalplatzierungen. Während 100-m-Sprinter Reto Amaru Schenkel (LC Zürich) als Fünfter seinen World-Class-Potential-Status bestätigte, nutzten der Walliser Maxime Zermatten als Sechster über 1500 m und Weitspringerin Irene Pusterla, ebenfalls Sechste, die Gunst der Stunde. Dabei verbesserte die Tessinerin ihre persönliche Bestweite gleich dreimal. Dem Zehnkämpfer Andreas Züblin (LAR Bischofszell) wiederum fehlte bloss wenig zur Verbesserung seines eigenen U20-Schweizerrekords. Als Neunter gelang ihm jedoch die angestrebte Top-Ten-Klassierung.
Zur überaus positiven Schlussbilanz gehörten letztlich auch die drei Halbfinalqualifikationen. Die beiden Sprinter Jona Schweizer (ST Bern) und Kwasi Asante Ofosu (LC Basel) sowie 800-m-Läufer Mario Bächtiger (STV Eschenbach SG) überstanden allesamt die erste Runde.
Fazit: Die U20-EM in Hengelo wird der Schweizer Delegation als erfolgreiche und vom Gastgeber hervorragend organisierte Veranstaltung in Erinnerung bleiben.



