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Mirko Berri und Sarah Walter in Langenthal eine Klasse für sich | 05.09.2010
Fast 700 Nachwuchscracks starteten dieses Wochenende an den U16/U18-Meisterschaften in Langenthal. Bei herrlichem Spätsommerwetter purzelten unzählige Saisonbestleistungen. Der neue U18-Sprintkönig Mirko Berri (VIRTUS Locarno) etwa hatte sich am Vortag über 100 m auf starke 10,77 gesteigert. Am Sonntag doppelte der 16-jährige Tessiner über 200 m nach. In 21,88 durchbrach der frühere Fussballer nach der 11-Sekunden- erstmals auch die 22-Sekunden-Marke. „Jetzt bin ich müde, aber glücklich“, sagte der Aufsteiger des Wochenendes.
Zufrieden zeigte sich auch Sarah Walter. Nach den ausgezeichneten 1,80 m im Hochsprung siegte die 16-jährige Solothurnerin auch über 110 m Hürden. Dabei profitierte sie ein Stück weit von der Abwesenheit der grossen Favoritin Noemi Zbären (SK Langnau).
Krankheitsbedingt musste die Bronzemedaillengewinnerin der Youth Olympic Games ebenso Forfait erklären wie die Silber-Läuferin Andrina Schläpfer (Biberist aktiv!). Olympia-Finalistin Nathalie Meier (TV Fraubrunnen) hingegen hielt sich mit 45,89 m schadlos.
Acht Doppelmeister
Neben Sarah Walter und Mirko Berri durften sich sechs weitere Athletinnen und Athleten über doppelte Titelehren freuen. Bei den U16 sicherten sich Caroline Agnou (De/SATUS Biel-Stadt/Kugel/ 100 m Hürden) und Jasmine Moser (LV Winterthur/Hoch/Stab) zweimal Gold, nachdem Sandro Ferrari (TSV Rothenburg/Kugel/Diskus) schon am ersten Tag doppelt zugeschlagen hatte.
In der U18-Kategorie hiessen die Doppelsieger Christoph Graf (BTV Chur/1500 m/3000 m), Elodie Jakob (US Yverdon/Weit/300 m Hürden) und Tanja Mayer (TV Amriswil/Kugel und 200 m).
Wurf-Tripple für die Wielands
Ein spezielles Tripple schafften zudem die Geschwister Wieland vom ST Bern. Lukas (Speer U18), Alexander (Kugel U18) und Alice (Diskus U16) gewannen je einen Titel in drei unterschiedlichen Wurfdisziplinen. Hinzu kam Bronze von Alexander mit dem Diskus.
Sogar fünf Medaillen gingen auf das „Familienkonto“ von Jasmine und Angelica Moser. Nach Gold im Stabhochsprung und Bronze mit der Kugel setzte sich die für die LV Winterthur startende Jasmine auch im Stabhochsprung durch. Ihre zwei Jahre jüngere Schwester Angelica (LA Wyland) liess sich Silber (Hoch) und Bronze (Stab) umhängen. Je eine Goldmedaille holten die Geschwister Sarah und Marco Jost (LC Emmenstrand) über 800 m bzw. im Stabhochsprung.  Â
Attraktive Wettkämpfe
Die einzige Schweizer U14-Bestleistung hatte am Samstag Franco Noti (ST Bern) erzielt. Über 2000 m wurde er in 6:00,72 Zweiter hinter seinem Bruder Luca. Überhaupt boten die bestens organisierten Titelkämpfe Nachwuchsleichtathletik vom Feinsten. Keine Disziplin, in der nicht bis zum Schluss gekämpft wurde. Oft entschieden nur wenige Hundertstel und Zentimeter über Sieg oder Niederlage.
Bestes Beispiel: Über 80 m Hürden der U16-Mädchen lagen nur winzige vier Hundertstel zwischen der Siegerin Agnou und der drittplatzierten Francesca Gregorio (STV Eschenbach SG). Nichts anbrennen liess dagegen der dominikanische Hürdenspezialist Brahian Peña (TV Amriswil), der in 13,71 einmal mehr für eine internationale U18-Spitzenzeit sorgte.
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