Fabienne Hoenke brillierte in der zu Ende gegangenen Saison mit einer bemerkenswerten Konstanz. Vor dem grossen Schlusspunkt im WM-Stadion von 2023 war sie nicht weniger als acht Mal unter 22,80 Sekunden gelaufen und hatte insgesamt dreimal einen Schweizer U23-Rekord aufgestellt. Ihre aktuelle Bestmarke steht bei 22,46 Sekunden, gelaufen im Halbfinal an der EM Mitte August in Birmingham (GBR), wo sie im Final glänzende Vierte wurde. Zum Vergleich: Die EM-Limite war bei 22,85 fixiert.
Dank ihrer herausragenden Leistungen in diesem Sommer sicherte sich die 22-jährige Aargauerin einen Startplatz bei der Premiere der World Ultimate Championships. Nach einem reich befrachteten August mit EM, Athletissima Lausanne und Weltklasse Zürich verzichtete sie auf einen Start beim Diamond-League-Final in Brüssel (BEL), für den sie eine Einladung bekommen hatte, um sich optimal auf den Event in Budapest vorzubereiten. Dieser Entscheid hat sich als völlig richtig erwiesen.
In der ersten Halbfinalserie drehte die EM-Vierte auf den letzten 50 Metern mächtig auf und schnappte sich in 22,72 Sekunden als einzige Europäerin neben der Europameisterin Amy Hunt ein Ticket für den Final. Eine Schweizer Athletin in einem globalen Sprintfinal – zusammen mit fünf Amerikanerinnen, einer Jamaikanerin und einer Britin – das ist schlichtweg sensationell und keine Selbstverständlichkeit!
Im Final gelang Fabienne Hoenke in 22,74 Sekunden die Bestätigung, mit dieser Zeit wurde sie Achte. Platz 8 unter 17 Weltklasseathletinnen: Mit dieser Ausbeute kann sie ohne zu zögern sehr zufrieden sein.
Gewonnen wurde der Final von Melissa Jefferson-Wooden (USA), die in 21,47 eine Jahres-Weltbestzeit aufstellte.
Timothé Mumenthaler einziger Europäer im 200-m-Feld
Timothé Mumenthaler (Stade Genève) kam in seinem letzten Rennen der Saison nicht mehr ganz an seine besten Zeiten heran. In 20,61 Sekunden lief er in der ersten 200-m-Halbfinalserie auf den 7. Platz. Bemerkenswert: Mumenthaler ist der einzige Europäer, der sich einen der 16 Startplätze in Budapest sichern konnte. Highlight des Jahres war für ihn der Gewinn der Bronzemedaille an der EM in Birmingham, wo er sich zwei Jahre nach Gold in Rom (ITA) erneut unter den beste Sprintern Europas klassierte.
Die nächste Ausgabe der World Ultimate Championships soll 2028 stattfinden. Der Austragungsort ist noch nicht bekannt.
Budapest (HUN). World Ultimate Championships (3. Tag). Männer. 200 m. Halbfinals: 1. Serie (RW 0,1 m/s): 7. Timothé Mumenthaler (Stade Genève) 20,61. – Frauen. 200 m (GW 0,6 m/s): 8. Fabienne Hoenke (LV Fricktal) 22,74. Halbfinals: 1. Serie (RW 0,7 m/s): 4. Hoenke 22,72.
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