Premiere der World Ultimate Championships mit acht Schweizer Athletinnen und Athleten
Joseph (Photo: athletix.ch)

Premiere der World Ultimate Championships mit acht Schweizer Athletinnen und Athleten

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Von Freitag bis Sonntag erleben die Leichtathletikfans eine Neuheit: In Budapest (HUN) feiern die World Ultimate Championships ihre Premiere. Ein neues Format mit einem kompakten dreistündigen Programm an drei Tagen. Acht Schweizer Athletinnen und Athleten, unter ihnen sechs Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner der EM in Birmingham (GBR), haben sich einen Startplatz verdient und brennen auf ihre Einsätze.

Die World Ultimate Championships versprechen ein Leichtathletikspektakel, wie es die Fans noch nie gesehen und die Athletinnen und Athleten noch nie erlebt haben. Mit einer limitierten Anzahl Teilnehmenden – Olympiasiegerinnen/Olympiasieger sowie Weltmeisterinnen/Weltmeister erhielten eine Einladung, dazu die Besten der laufenden Saison – ist ein äusserst kompaktes Programm möglich, das Überschneidungen von Wettkämpfen verhindert. Damit wird gewährleistet, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihren Augen immer am richtigen Ort sind und nichts verpassen. Geplant ist, die World Ultimate Championships alle zwei Jahre durchzuführen; jeweils in den geraden Jahren, wenn nicht die WM den Schlusspunkt der Saison bildet. Wie bei Weltmeisterschaften treten die Athletinnen und Athleten im Nationalteam-Dress an.

Äusserst attraktiv sind die Preisgelder, die ausgeschüttet werden. Siegerinnen und Sieger verdienen 150'000 US-Dollar, Platz 2 wird mit 75'000 und Platz 3 mit 40'000 Dollar belohnt. Bis und mit Platz 16 gibt es für alle Startenden ein Preisgeld.

Kann Audrey Werro ihre Ungeschlagenheit wahren? 
Die 800-m-Läuferinnen bestreiten am Freitag ab 20.57 Uhr die Vorläufe, der Final folgt am Samstag um 20.18 Uhr. Audrey Werro (CA Belfaux) kann dort voller Selbstvertrauen an den Start gehen, ist sie doch in dieser Freiluftsaison ungeschlagen. In Birmingham wurde die Überfliegerin in einem begeisternden Finalrennen Europameisterin und in der Diamond League gewann sie alle sechs Rennen, zu denen sie antrat, wobei sie jedes Mal einen Meetingrekord sowie dreimal eine Jahres-Weltbestzeit aufstellte. Bei Athletissima Lausanne, Weltklasse Zürich und beim Diamond-League-Final am letzten Samstag in Brüssel (BEL) siegte sie jeweils vor der Niederländerin Femke Broeders-Bol. Diese und die Olympiasiegerin Keely Hodgkinson werden auch im WM-Stadion von 2023 Werros hauptsächlichen Gegnerinnen sein. Schafft es die 22-jährige Freiburgerin, ihre Ungeschlagenheit zu wahren, wäre dies eine neuerliche Sternstunde in ihrer noch jungen Karriere.

Dank Veronica Vancardo (CA Fribourg) und Valentina Rosamilia (BTV Aarau) ist die Schweiz über die 800 m wie schon im EM-Final mit drei Athletinnen vertreten, was für die Schweizer Leichtathletik eine herausragende Sache ist. Vancardo lief in Brüssel in 1:58,66 Minuten mit der drittbesten Zeit ihrer Karriere auf den 3. Platz und sicherte sich damit den letzten freien Startplatz in Budapest, der im Finalrennen an die bestklassierte noch nicht qualifizierte Athletin vergeben wurde. Auch Rosamilia überzeugte über längere Zeit mit grossartigen Leistungen, was sich nun mit einem Startplatz in Budapest bezahlt macht. In diesem Sommer ist Rosamilia neunmal und Vancardo achtmal unter 2 Minuten gelaufen, was ihre bemerkenswerte Konstanz verdeutlicht. In Budapest haben sie definitiv nichts zu verlieren.

Angelica Moser und Simon Ehammer wollen wie in Brüssel brillieren
In den technischen Disziplinen halten die Stabhochspringerin Angelica Moser (LC Zürich) und der Weitspringer Simon Ehammer (TV Teufen) die Schweizerfahne hoch. Beide lieferten in diesem Sommer zahlreiche herausragende Leistungen. An der EM in Birmingham wurde Moser zum zweiten Mal nach 2024 in Rom (ITA) Europameisterin, Ehammer sicherte sich die Silbermedaille. Beim Diamond-League-Final wurde Moser wie auch bei Athletissima Lausanne und Weltklasse Zürich Zweite, Ehammer Dritter. In ihrem letzten Wettkampf dieses sehr erfolgreichen Jahres wollen sie sich nun nochmals im Vergleich mit den Besten der Welt behaupten. Mosers stärkste Gegnerinnen dürfte Diamond-League-Finalsiegerin Hana Moll, Sandi Morris und Weltmeisterin Katie Moon aus den USA sein. Ehammer bekommt es unter anderem mit Olympiasieger Miltiadis Tentuglou aus Griechenland und Brüssel-Sieger Tajay Gayle aus Jamaika zu tun.

Europameister Jason Joseph gegen die Amerikaner
In den Sprint-Disziplinen haben der EM-Bronzemedaillengewinner Timothé Mumenthaler (Stade Genève) und die EM-Vierte Fabienne Hoenke (LV Fricktal) die Qualifikation geschafft. Der Genfer und die Aargauerin treten am Sonntag in den Halbfinals (2 Serien) an und wollen sich für den gleichentags stattfindenden Final qualifizieren.

Zwei Rennen an einem Abend, das ist auch das Wunschszenario des Hürdenläufers Jason Joseph (LC Therwil). Der Europameister macht am Freitag um 20.21 Uhr den Auftakt aus Schweizer Sicht, der Final folgt knapp anderthalb Stunden später als Abschluss des ersten Wettkampftages. Joseph bekommt es mit zahlreichen Gegnern aus Übersee zu tun. Alleine sechs US-Amerikaner haben sich einen Platz im 16-köpfigen Feld gesichert, unter ihnen Weltrekordhalter Ja’Kobe Tharp und Weltmeister Cornel Tinch.

Live im Schweizer Fernsehen
Das Schweizer Fernsehen (SRF, RTS, RSI) überträgt die World Ultimate Championship in Budapest von Freitag bis Sonntag live im TV und/oder online.

Link zu den World Ultimate Championships in Budapest

Link zur Leichtathletik-Unterseite von SRF Sport

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