Die Leistungen von Audrey Werro (CA Belfaux) in diesem Sommer sind kaum in Worte zu fassen: Von ihren Siegen in der Diamond League über ihren Triumph an der EM vor einem Monat in Birmingham (GBR), den Sieg beim Diamond-League-Final in Brüssel (BEL) bis zu ihrem ultimativen Sieg in Budapest war die 22-jährige Freiburgerin die unbestrittene Königin der 800 m. Noch nie in der Geschichte hat eine Schweizer Leichtathletin eine Disziplin auf so eindrückliche Weise dominiert.
Am Samstagabend kam es im WM-Stadion von 2023 zur mit Spannung erwarteten Neuauflage des EM-Finals von Birmingham mit Werro, der Britin Keely Hodgkinson und der Niederländerin Femke Broeders-Bol als Protagonistinnen. Die Schweizerin zeigte einmal mehr ein brillantes Rennen und liess ihren Konkurrentinnen auf der Zielgerade keine Chance. In 1:55,88 Minuten distanzierte sie Hodgkinson (1:56,26) und Broeders-Bol (1:56,74) deutlich. Nun kann Werro nach einer kräftezehrenden Saison ihre wohlverdienten Ferien antreten.
Valentina Rosamilia läuft sensationell auf Rang 5
Mit zwei begeisternden Leistungen überzeugte in Budapest auch Valentina Rosamilia (BTV Aarau). Die EM-Finalistin, die sich am Freitag als Vierte ihres Halbfinals mit einem eindrücklichen Endspurt für den Endlauf qualifiziert hatte, lief im Final in 1:58,53 auf den grossartigen 5. Platz und klassierte sich damit mitten unter den besten Läuferinnen der Welt. Ein Exploit, der angesichts des hohen Leistungsniveaus höchsten Respekt verdient!
Veronica Vancardo (CA Fribourg) bereitete sich im Warm-up auf den Final vor, musste dann aber wegen Knieschmerzen als Folge ihres heftigen Sturzes in den Halbfinals vom Freitag auf den Start verzichten.
Angelica Moser springt auf Platz 3…
Angelica Moser (LC Zürich) konnte das Stadion mit einem breiten Lachen verlassen. Die zweifache Europameisterin zeigte eine hervorragende Leistung und realisierte mit 4,85 m – übersprungen im ersten Versuch – die zweitbeste Höhe ihrer Karriere. Einzig bei ihrem Schweizer Rekord 2024 in Monaco sprang die 28-jährige Andelfingerin mit 4,88 m noch höher.
Sieg an der EM in Birmingham, sieben Top-3-Klassierungen in der Diamond League – Moser darf auf ihre Freiluftsaison wahrlich stolz sein. Noch nie zeigte sie auf so hohem Niveau konstante Leistungen. In Budapest musste sie sich einzig den beiden US-Amerikanerinnen Sandi Morris und Hana Moll geschlagen geben, die beide 4,90 m übersprangen.
…und auch Simon Ehammer
Simon Ehammer (TV Teufen) wusste, dass einer seiner ersten beiden Versuche sitzen musste, um nicht frühzeitig aus dem Wettkampf auszuscheiden. Nach einem Nuller zum Auftakt, sprang er im zweiten Anlauf 8,07 m weit. Diese Weite trug ihm im vom Favoriten Miltiadis Tentoglou aus Griechenland mit 8,35 m gewonnenen Wettkampf Rang 3 ein. Nach Silber an der EM in Birmingham und Platz 3 beim Diamond-League-Final in Brüssel sprang der Schweizer Rekordhalter somit ein weiteres Mal mitten in die Weltelite.
Am Sonntag gehen die World Ultimate Championships mit einer weiteren Session von 18 bis 21 Uhr zu Ende. Vom Schweizer Team werden Timothé Mumenthaler (Stade Genève) und Fabienne Hoenke (LV Fricktal) über 200 m im Einsatz stehen. Die Fans können via Schweizer Fernsehen (SRF, RTS, RSI) im TV und/oder online live dabei sein.
Budapest (HUN). World Ultimate Championships (2. Tag). Männer. Weit: 3. Simon Ehammer (TV Teufen) 8,07. – Frauen. 800 m. 1. Audrey Werro (CA Belfaux) 1:55,88. Ferner: 5. 5. Valentina Rosamilia (BTV Aarau) 1:58,53. Startverzicht (nach Sturz am Freitag): Veronica Vancardo (CA Fribourg). Stab: 3. Angelica Moser (LC Zürich) 4,85.
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