Internationaler Para-Leichtathletik-Wettkampf in Nottwil
Catherine Debrunner (Photo: Tobias Lackner)

Internationaler Para-Leichtathletik-Wettkampf in Nottwil

zvg

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Rund 450 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt treten zwischen Donnerstag und Samstag bei den ParAthletics auf der Anlage des Schweizer Paraplegiker-Zentrums in Nottwil an. Mit dabei sind 24 Schweizer Athletinnen und Athleten, unter ihnen Marcel Hug und Catherine Debrunner.

Die Wettkämpfe gehören zu einer Serie von weltweit acht Grand Prix. «Als einziger europäischer Anlass sind die ParAthletics das wichtigste Leichtathletik-Meeting in diesem Jahr auf unserem Kontinent», bestätigt Andreas Heiniger, Leiter Leistungssport bei der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung. «Aus diesem Grund und weil wir eine der schnellsten Bahnen der Welt haben, kommt jeweils fast die gesamte Elite hierher.»

Erwartungen sind hoch
Seit Jahren begeistern Catherine Debrunner (Geuensee) und Marcel Hug (Nottwil) das Heimpublikum. Im letzten Jahr gab es einen Weltrekord und fünf Siege von Debrunner und drei Siege von Hug zu bejubeln. Beide blieben in Nottwil unbezwungen. Sie zählen auch dieses Jahr zu den Favoriten. Ihre Topform haben die beiden an den drei Marathons seit Jahresbeginn mit drei Siegen (Hug) und zwei Siegen und einem zweiten Platz (Debrunner) bewiesen. Nun muss ihnen die Umstellung auf die kürzeren Bahndistanzen gelingen.

Die Bahn in Nottwil bietet optimale Bedingungen für gute Zeiten. Im letzten Jahr hat Catherine Debrunner den eigenen Weltrekord über 100 Meter auf der Heimbahn verbessert. Aktuell ist sie Weltrekordhalterin über alle Distanzen von 100 bis 5000 Meter sowie im Marathon. Ob sie die eigenen Rekorde angreifen wird, lässt sie offen: «Für einen Weltrekord müssen sehr viele Faktoren zusammenpassen. Neben der eigenen Form haben auch das Wetter oder der Wind einen grossen Einfluss. Zudem schläft meine Konkurrenz nicht. Aber ich gebe mein Bestes, um vor Heimpublikum spannende Rennen zu liefern und möglichst oft auf dem Podest zu stehen.» Starke Konkurrentinnen sind beispielsweise die Amerikanerin Tatyana McFadden oder die Britin Eden Rainbow-Cooper.

Weiter haben bei den Schweizer Frauen Patricia Eachus (Büron) und Alexandra Helbling (Pfeffikon) mit guten Platzierungen an den letzten Paralympischen Spielen in Paris auf sich aufmerksam gemacht. Auch der Solothurnerin Licia Mussinelli (Sursee) sind gute Resultate zuzutrauen.

Hug in der Favoritenrolle
Drei Starts – drei Siege. Damit hat der als «Silver Bullet» bekannte Marcel Hug 2025 die Erwartungen mehr als erfüllt und gilt daher auch dieses Jahr als Favorit. Allerdings sind in seiner Kategorie viele ambitionierte Athleten mit guten Zeiten auf der Bahn am Start, wie zum Beispiel der Japaner Tomoki Suzuki oder der Brite Daniel Sidbury sowie die beiden Franzosen Julien Casoli und Thibault Daurat. Es ist mit spannenden Wettkämpfen zu rechnen.

Aus Schweizer Sicht gehört zudem das Tetraplegiker-Duo Fabian Blum (Oberkirch) und Beat Bösch (Nottwil) zu den Podestanwärtern.

In den Grand Prix sind neben Wettkämpfen auf der Bahn auch Wurf- und Sprungdisziplinen integriert. Es nehmen Athletinnen und Athleten im Rollstuhl, mit Sehbehinderungen, Amputationen oder anderen Körperbehinderungen teil.

Link zum ParAthletics-Meeting in Nottwil

 

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